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Uruguay Auswandern | Forum

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1. Einwanderungsbestimmungen für Uruguay

Uruguay ist eines der wenigen Länder der Welt, in das man überhaupt noch einwandern kann. Das Recht auf Einwanderung ist hier sogar in der Verfassung verankert! Neue Bewohner werden in diesem freien Land freundlich aufgenommen und genießen in jeder Hinsicht die gleichen Rechte wie die Einheimischen.

Einzige Ausnahme: Ausländische Staatsbürger dürfen nicht wählen (bzw. erst nach 15 Jahren Aufenthalt im Land) und können nicht Mitglied eines Verfassungsorgans sein (Parlament, Regierung, Oberster Gerichtshof, Nationaler Wahlrat). Und: Bei Interpol sollten Einwanderungs-Interessierte besser nicht im Fahndungsregister stehen.

Im Folgenden ein Überblick über die Dokumente und Unterlagen, die Sie mitbringen müssen, um nach Uruguay einwandern zu können.

Alle Personen, die eine Daueraufenthaltsgenehmigung für Uruguay erhalten möchten, müssen bei der Antragstellung in der Einwanderungsbehörde (DGM) persönlich anwesend sein, mit Ausnahme schulpflichtiger Kinder.

2. Erforderliche Dokumente und Unterlagen

Was Sie mitbringen müssen

Die nachgenannten Dokumente und Unterlagen müssen von allen interessierten Personen vorgelegt werden, auch von Minderjährigen, wenn nicht anders spezifiziert. Notwendige Übersetzungen müssen hier vor Ort von einem vereidigten Übersetzer oder von einem uruguayischen Konsulat angefertigt werden.

  • 1) Reisepaß (muß bei der Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein).
  • 2) Geburtsurkunde, ausgestellt in Ihrem Geburtsland.
  • 3) Ab 18 Jahren: Ein polizeiliches Führungszeugnis des Landes, dessen Staatsbürger Sie sind, sowie Führungszeugnisse der Länder, in denen Sie in den letzten zwei Jahren einen festen Wohnsitz hatten. Das Führungszeugnis Ihres letzten Aufenthaltslandes darf nicht älter als sechs Monate sein (Datum der letzten Einreise nach Uruguay).

Ausnahmen

  • Wenn Sie das Land Ihrer Staatsbürgerschaft vor Vollendung Ihres 18. Lebensjahres verlassen haben, benötigen Sie kein Führungszeugnis dieses Landes.
  • Diplomaten benötigen nur ein Führungszeugnis des Landes, für das sie akkreditiert sind.
  • 4) Wenn zutreffend: Heiratsurkunde und relevante Arbeitsverträge.
  • 5) Bei Bedarf: Zeugnisse, Diplome, Berufsabschlüsse etc.

Diese Unterlagen müssen dann hier revalidiert werden, um in Uruguay Gültigkeit zu erlangen. Schulpflichtige Kinder müssen auf jeden Fall ihre letzten Zeugnisse mitbringen.

  • 6) Aktuelle und aussagekräftige Unterlagen für Ihren notariellen Einkommensnachweis .
  • 7) Falls vorhanden: Den Nachweis einer gültigenTetanusimpfung (für das hier auszufertigendeGesundheitszeugnis / "Carné de Salud", zu dessen Erlangung Sie sich einigen wenigen medizinischen Routineuntersuchungen unterziehen müssen wie z.B. Blut- und Urintest). Falls Ihre Tetanusimpfung abgelaufen ist oder Sie Ihren Impfpaß nicht zur Hand haben, können Sie dieseauch problemlos hier machen lassen.
  • 8) Frauen über 20und unter 60 Jahren müssen für das Gesundheitszeugnis außerdem eine Mammographie vorlegen, nicht älter als 1,5 Jahre, und einen Pap-Test, nicht älter als 2,5 Jahre. Im Ausland gemachte Untersuchungen werden anerkannt.
  • 9) Vier Paßfotos.
  • 10) Zwei Fotokopien Ihres Reisepasses, und zwar des Deckels, der Seite mit dem Bild und Ihren Daten und der Seite mit dem uruguayischen Einreisestempel.

Die Dokumente 2) bis 5) müssen mit einer Apostille versehen sein (s.u.).

Hinweis: Ihre Originaldokumente werden von den hiesigen Behörden einbehalten, mit Ausnahme Ihrer Unterlagen für den Einkomensnachweis.

3. Die Haager Apostille und wo man sie bekommt

Uruguay ist am 14. Oktober 2012 dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von derdiplomatischen Beglaubigung vom 5.Oktober 1961 beigetreten.Seither werden hierzulande nur noch Apostillen anstelle konsularischer Überbeglaubigungen akzeptiert.

Eine Apostille bestätigt, wie auch eine konsularische Überbeglaubigung, die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner gehandelt hat, und gegebenenfalls die Echtheit des Siegels oder Stempels, mit dem die Urkunde versehen ist. Sie kann nur von dazu autorisierten Ämtern und Personen ausgestellt werden.

In der Bundesrepublik Deutschland erteilen folgende Stellen die sogenannte Haager Apostille:

1. Urkunden des Bundes

Bundesverwaltungsamt

Referat II B 4

50728 Köln

Tel. 0228-99358 4100

2. Urkunden der deutschen Bundesländer

In den Bundesländern ist die Zuständigkeit nicht einheitlich geregelt. Daher wird im konkreten Fall empfohlen, sich beim Aussteller der Urkunde zu erkundigen, durch wen die "Haager Apostille" erteilt werden kann.

Im Allgemeinen sind zuständig:

a) Urkunden der Verwaltungsbehörden (außer Justizverwaltungsbehörden):

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Inneres; Regierungspräsidenten; Präsident des Verwaltungsbezirks; Bezirksregierung

in Berlin: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten;

in Niedersachsen: Polizeidirektionen in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück;

in Rheinland-Pfalz: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Kaiserslautern;

in Sachsen: Landesdirektionen in Chemnitz, Dresden und Leipzig;

in Sachsen-Anhalt: Landesverwaltungsamt in Magdeburg;

in Thüringen: Landesverwaltungsamt in Weimar;

b) Urkunden der Justizverwaltungsbehörden, der ordentlichen Gerichte (Zivil- und Strafgerichte) und der Notare:

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Justiz; Land- (Amts-)gerichtspräsidenten

c) Urkunden der anderen als der ordentlichen Gerichte:

Ministerien (Senatsverwaltungen) für Inneres; Regierungspräsidenten; Präsident des Verwaltungsbezirks; Bezirksregierung; Ministerien (Senatsverwaltungen) für Justiz; Land- (Amts-)gerichtspräsidenten.

4. Haustiere

Hunde und Hauskatzen benötigen für ihre Einreise nach Uruguay a) eine amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung, die bei der Einreise nicht älter als zehn Tage sein darf, am besten übersetzt in's Spanische, b) eine gültige Tollwutimpfung, nicht älter als ein Jahr und nicht neuer als ein Monat, und c) einen Nachweis, daß sie gegen Parasiten behandelt wurden, speziell gegen die Bandwürmer Taenia und Echinococcus.

Wegen Vögeln, Pferden und anderer Tiere bitte konsultieren unter Angabe von Spezies, Rasse (am besten mit den zoologischen Namen), Alter, Geschlecht, Geburtsland und dem Land, aus welchem die Tiere nach Uruguay eingeführt werden sollen.

Wildtiere benötigen außerdem eine Cites-Bescheinigung.

5. Wieviel Zeit muß ich mitbringen?

Seit dem 24. November 2010 verlangt die Einwanderungsbehörde die Vorlage eines notariellen Autorisierungsschreibens ("Carta Poder") für den Fall, daß Sie eine andere Person (z.B. einenEinwanderungshelfer) mit der Betreuung und Abwicklung IhrerEinwanderungsangelegenheiten beauftragen. Dieses Autorisierungsschreiben muß von Ihnen in Gegenwart eines uruguayischen Notars unterzeichnet werden. Damit entfällt die Möglichkeit, die früher bestand, daß ich für Sie vor Ihrer Ankunft einen Termin in der Einwanderungsbehörde besorge.

Ein Grund zur Besorgnis besteht deswegen jedoch nicht. Die Einwanderungsbehörde in Montevideo vergibt Termine für die Stellung eines Antrags für vier bis fünf Monate später. Im Landesinneren, z.B. in Maldonado und Colonia del Sacramento, geht es deutlich schneller. D.h. wenn Sie Ihren Antrag in Montevideo einreichen möchten, was einige Vorteile hat, sollten Sie rund mit einem halben Jahr rechnen. (Sie können in der Zwischenzeit auch wieder ausreisen.) Bei Antragstellung in einer anderen Stadt sollten Sie zumindest über vier Wochen Zeit verfügen.

6. Wie lange dauert es?

Die hiesige Einwanderungsbehörde ist erheblich langsamer und pingeliger geworden. Während früher (d.h. bis Ende 2010) ein Antrag auf Erteilung einer Daueraufenthaltsgenehmigung im Normalfall ca. sechs bis zwölf Monate nach der Antragstellung bewilligt war, dauert es jetzt deutlich länger. Das hat jedoch vorwiegend bürokratische Gründe.

Gründe für die Verweigerung bzw. Aberkennung

Gründe für die Verweigerung bzw. Aberkennung einer Daueraufenthaltsberechtigung sind:

  • 1) Die erwiesene Teilnahme an Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Völkermord, rassische oder politische Verfolgung, Terrorismus etc.) bzw. an Menschen-, Organ-, Drogen-, illegalem Waffenhandel oder Geldwäsche.
  • 2) Eine erfolgte Verurteilung oder Fahndung wegen eines Delikts, das in Uruguay mit zwei Jahren Haft oder mehr geahndet wird, es sei denn, daß der Betreffende die letzten fünf Jahre über straftatenfrei gelebt hat, Gefängnisaufenthalte nicht eingerechnet. (Diese Möglichkeit besteht nicht für dieunter 1) aufgeführten Straftaten.)

 

  • 3) Wer seine Aufenthaltsgenehmigung durch Täuschung oder Bestechung erschlichen hat, kann diese wieder aberkannt bekommen.

Die Aufenthaltserlaubnis als solche erlischt nicht, wenn sie einmal erteilt wurde, außer Sie begehen Straftaten, wie oben erwähnt, oder es stellt sich heraus, dass Sie Ihre Aufenthaltsgenehmigung mit unlauteren Mitteln ergattert haben (s.o.).

Wichtig: Wer sich drei Jahre lang ununterbrochen außer Landes aufhält, verliert seine Daueraufenthatsgenehmigung! Deswegen sollten Sie darauf achten, daß Sie vor Ablauf dieser Frist zumindest mal kurz in's Land kommen, dokumentiert durch entsprechende Stempel in Ihrem Reisepaß.

Im letztgenannten Fall kann die Daueraufenthaltsgenehmigung wieder neu beantragt werden.

Ehepartnern, Lebensgefährten und Vätern bzw. Müttern von gebürtigen Uruguayern kann die Daueraufenthaltserlaubnis nicht entzogen werden.

7. Die uruguayische "Cédula de Identidad"

Ihren uruguayischen Personalausweis, die 'endgültige' "Cédula de Identidad"(Personalausweis), können Sie ausfertigen lassen, nachdem Ihr Antrag auf Erteilung einer Daueraufenthaltsgenehmigung für Uruguay bewilligt wurde, d.h. nachdem die Routineanfragen der Einwanderungsbehörde an Interpol, die DEA und verschiedene uruguayische Polizeidienststellen beantwortet wurden und Ihr Gesuch von allen zuständigen behördlichen Stellen abgesegnet wurde.

Wichtige Stationen sind hierbei vor allem die Rechtsabteilung der Einwanderungsbehörde und das Innenministerium als letzte Instanz.

Ihre 'vorläufige' Cédula, gültig für ein Jahr, können Sie sofort nach Ihrem erfolreich verlaufenen Ersttermin in der Einwanderungsbehörde beantragen (nur bei Antragstellung in Montevideo) bzw.sobald Ihr Antrag in das "System" eingegeben wurde (bei Antragstellung außerhalb von Montevideo; dauert ca. vier Wochen).

Die 'vorläufige' Cédula kann bei Bedarf bzw. Notwendigkeitzweimal verlängert werden.

8. Ein Rat

Die uruguayischen Behörden gehen davon aus, daß Leute, die eine Daueraufenthaltsgenehmigung für Uruguay beantragen, auch schon während der Bearbeitung ihrer Anträge im Land leben. Das ist zwar (noch) keine schriftlich fixierte Verpflichtung, aber die Tendenz geht ganz eindeutig in diese Richtung. Verschiedene administrativ-technische Neuerungen der zurückliegenden Monate und gewisse Äußerungen von Funktionären der Einwanderungebehörde lassen daran keinerlei Zweifel.

Wenn Sie schon hier leben, während Ihr Antrag läuft, sind Sie gegen mögliche Überraschungen gefeit, die eine plötzliche Anreise nach Uruguay erforderlich machen, wie es in der letzten Zeit einigen Einwanderungskandidaten passiert ist. Aus europäischer Sicht nachvollziehbare Bedenken wie "Aber ich ziehe doch nicht um, solange ich noch keine Aufenthaltsgenehmigung habe", werden hier nicht geteilt und sind auch nicht wirklich begründet, denn: Wenn Sie die Voraussetzungen für eine Einwanderung erfüllen, werden Sie Ihre Daueraufenthaltsgenehmigung für Uruguay auch erhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Für Leute, die sich nicht dauerhaft oder zumindest regelmäßig hier aufhalten, wird es immer schwieriger bzw. unmöglich. Wenn Sie nach Punta del Este auswandern möchten, dann tun Sie diesen Schritt am besten schon bevor Sie im Besitz einer Daueraufenthaltsgenehmigung sind. Sie laufen dabei keinerlei Gefahr. Die Gefahr, daß etwas schiefgeht, besteht viel eher dann, wenn Sie nicht vor Ort sind.

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